01.07.2019

 

Wir leben in einem System der Angst

 

Ist Ihnen schon einmal bewusst geworden, wie sehr Ängste unser Leben bestimmen? Manche Ängste sind uns bewusst, aber viele Ängste laufen unbewusst ab und steuern unser Verhalten und unsere Reaktionen auf unsere Mitmenschen und unsere Umwelt. Ich behaupte, die meisten Ängste wie auch viele andere Gefühle sind uns nicht bewusst, weil sie schon in unserer Kindheit angelegt worden sind. Es ist sogar möglich, dass sie aus einem früheren Leben stammen und in unserem Unterbewusstsein weiter wirken.

 

Angst ist eine sehr negative Energie. Man überträgt sie auch auf seine Umgebung. Nach dem Gesetz der Anziehung verstärkt man diese Energie, wenn man seine Ängste nicht überwindet. Dazu müssen sie jedoch bewusst werden.

 

Und wir leben in einer Zeit, in der die Ängste noch geschürt werden. Die wirtschaftliche Lage, die politische Situation, der sogenannte Klimawandel.

 

Es lohnt sich sehr, dieses Phänomen genau zu betrachten, da die bewusste Auseinandersetzung damit sehr viel Potenzial und Energie freilegen kann. Ihr Potenzial, Ihre Energie, die Sie nötig für ein selbstbestimmtes, freies und glückliches Leben brauchen. Angst kommt von Enge. Und wenn man eng ist, ist man nicht weit, nicht offen für das Leben. Und das Leben möchte sich entfalten, in jedem Moment. Mögliche Folgen sind Unzufriedenheit, Depressionen, Burn out und darüber hinaus auch ernste chronische Krankheiten bis hin zu Krebs.

 

Glückliche Menschen sind weniger krank, weil sie einfach mehr positive Energie haben. Sie führen ein erfüllteres Leben und machen mehr positive Erfahrungen.

 

Sein Glück kann man sich erarbeiten. Der erste Schritt ist die unbedingte Selbstliebe. Die weiteren Schritte bauen darauf auf.

 

 

Ich begleite Sie gern ein Stück auf Ihrem Weg dahin. Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf.

 

 

 

13. Juni 2019

 

Was bedeutet Professionalität für uns?

 

Professionalität ist in den meisten Lebens- und Arbeitsbereichen sehr wichtig.


Wenn wir Leistungen von anderen in Anspruch nehmen, erwarten wir zu Recht Professionalität. Eine bestimmte Norm soll erfüllt werden. Professionalität bezieht sich hier auf den Beruf.

 

Mittlerweile wird der Begriff auch sehr häufig verwendet, wenn es um das Verhalten von Menschen geht. Ein kritisches Urteil ist schnell bei der Hand, wenn sich jemand nicht professionell verhält. Natürlich auch Bewunderung und Anerkennung für den, der sich professionell verhält.

 

Professionalität hat an Bedeutung derart zugenommen, dass es schon fast zu einem Zwang geworden ist, der unprofessionelles Verhalten, was immer das auch sein mag, nicht mehr zulässt. Professionalität ist zum Maßstab geworden.

 

Doch was ist die Folge davon?

 

Wenn wir uns nicht professionell verhalten, dann werden unsere Handlungen in Frage gestellt. Wir werden teilweise sogar als Mensch in Frage gestellt oder abgewertet.

 

Nobody is perfect. Menschen machen Fehler. Das wissen wir alle und das nehmen wir auch gern für uns in Anspruch. Auch, wenn wir zum Beispiel jemand anderen in Schutz nehmen wollen.

 

Dennoch wird auch gnadenlos geurteilt. Professionalität ist die Maxime.

 

Doch in erster Linie sind wir Menschen, mit Stärken und Schwächen, mit Emotionen und vielem mehr. Wir sind nicht perfekt. Das sollten wir jederzeit uns selbst und anderen zugestehen. Und was macht es schon, wenn einem mal der Kragen platzt oder man in Tränen ausbricht, man sich und seinen Gefühlen Luft macht? Es macht nichts, im Gegenteil, wir werden dadurch menschlicher.

 

Wenn wir jedoch Professionalität über alles stellen, bleibt unsere Menschlichkeit auf der Strecke.

 

Viel wichtiger als Professionalität im Verhalten ist Authentizität. Dann sind wir wirklich Mensch, wir sind wir selbst und können auch so wahrgenommen werden. Das schafft Nähe und Verbundenheit, weil es uns allen doch so vertraut ist.

 

Und schließlich kann aus der Authentizität eine gute Professionalität erwachsen.

 

 

 

8. Juni 2019

 

Wozu sind wir hier, was ist unsere Mission und was brauchen wir dafür?

 

Jeder Mensch fragt früher oder später nach dem Sinn seines Lebens. Oftmals wird keine tiefgehende und befriedigende Antwort gefunden. Das mag daran liegen, dass die Frage nach dem Sinn nicht wirklich gefördert wird. Im Grunde sollte das schon in der Kindheit durch die Eltern vermittelt werden. Aber wenn diese es selbst nicht so genau wissen, können sie es auch nicht weitergeben. So ist jeder Mensch mehr oder weniger selbst gefordert, auf die Suche nach Antworten zu gehen.

 

Unsere westliche Kultur gibt uns Werte vor. Diese sind in der Regel sehr materiell ausgerichtet. Materieller Wohlstand, eine gute Bildung, ein guter Beruf mit entsprechendem Einkommen, ein attraktiver Partner, ein schönes Auto und später auch ein schönes Haus. Einfach ein gutes Leben.

 

Genau betrachtet fehlt es an inneren Werten. Wo ist der Blick auf die inneren Gaben, die jeder Mensch mitbringt, und zwar von Geburt an? Warum werden diese individuellen Gaben zu wenig von Anfang an gefördert?

 

Die Gesellschaft gibt entscheidende Stationen im Leben vor. Krippe, Kindergarten, Schule, Ausbildung oder Studium und dann ins Berufsleben. Was fordert der Arbeitsmarkt? Auch hier der Fokus überwiegend auf den Bedarf der Gesellschaft bzw. Wirtschaft. Die ökonomischen Aspekte überwiegen. Und die sind fremdbestimmt.

 

Was passiert mit den Menschen, die von vornherein nicht so ohne weiteres ins System passen? Sie werden auffällig oder sie verweigern sich. ADS oder ADHS wird dann gerne diagnostiziert und schon ist eine Schublade gefunden. Man könnte das auch als Pathologisierung bezeichnen, weil es nicht so gut in unser vorgegebenes Leben passt. Im Grunde ist das aber eine ganz gesunde Reaktion von Menschen, die innerlich spüren, dass in ihnen etwas anderes zum Vorschein kommen will. Das wird dann jedoch gerne, auch mit Medikamenten, unterdrückt. Die Folge ist, dass die Menschen wirklich krank werden.

 

In jedem Menschen ist ein ganz eigenes Leben angelegt. Und dieses will zur Entfaltung kommen. Es ist unser klar definierter Auftrag, uns zu entwickeln. Natürlich ist Erziehung erforderlich, um soziale Spielregeln zu erlernen. Aber damit sollte es auch schon gut sein. Denn wenn wir unsere Kinder darin unterstützen, ihre ureigenen Talente zu entdecken und weiter zu entwickeln, dann geben wir ihnen die großartige Chance, wirklich erwachsen und sie selbst zu werden, authentisch ihr Potenzial zu entfalten.

 

Es herrscht die Ansicht vor, dass wir nur etwas sind und werden können durch das, was wir in Ausbildung und Studium gelernt haben. Dementsprechend identifizieren wir uns mit unserem Beruf, unserem Titel und unserer Position in der Gesellschaft. Ja, und natürlich auch mit unserem Auto, unserem Haus und unserem Partner. Das sind dann unsere Statussymbole, mit denen wir nach außen deutlich machen, wer wir sind oder zu sein glauben.

 

Was fehlt hier ganz offensichtlich? Die inneren Werte. Das Bewusstsein dafür, dass wir als Menschen, jeder einzelne ungeachtet seiner Herkunft, gut genug sind, so wie wir sind. Die Erkenntnis, dass wir schon alles mitbringen, was wir für dieses Leben hier auf Erden brauchen. Der Mut, sich auf dieser Basis zu entfalten.

 

In unserer heutigen Zeit nehmen Depressionen exponential zu. Burnout ist mittlerweile medizinisch anerkannt. Und es ist kein positiver Trend abzusehen, im Gegenteil. Ich gehe davon aus, dass dies mit einer immer stärker werdenden Selbstentfremdung einhergeht. Selbstverleugnung auf der Grundlage äußerer Anforderungen und Werte. Vernachlässigung der eigenen Werte und der eigenen Intuition. Verlust des Selbstwertgefühls aufgrund mangelnder individueller Entwicklungsmöglichkeiten. Ängste aufgrund einer unsicheren Existenz. Die Folge davon kann nur Krankheit sein, und zwar auf ganz unterschiedlichen Ebenen, körperlich wie psychisch.

 

Wir sind ganzheitliche Wesen, geistige Wesen mit einem menschlichen Körper. Um uns so zu entfalten, wie es die Schöpfung für uns vorgesehen hat, müssen wir einen Kontakt zu unserem Innersten herstellen. Innerlich wissen wir ganz genau, was gut für uns ist und was nicht. Doch wird auch diese innere Stimme allzu oft durch äußere Anforderungen und Vorgaben unterdrückt. Das fängt im Elternhaus an und setzt sich durch alle Institutionen fort.

 

Nun kann man einwenden, dass man sich ja schließlich anpassen muss, um in dieser Gesellschaft existieren zu können. Das ist aber nur zum Teil richtig. Was nützt es der Gesellschaft, wenn wir unser Potenzial nicht entfalten können und deshalb krank werden? Wäre uns allen nicht viel mehr damit gedient, wenn jeder seine positiven Gaben und Talente entwickelt und sich damit in die Gemeinschaft einbringt?

 

Es gibt viele Menschen, die für sich erkannt haben, dass sie die ausgetretenen Pfade nicht weitergehen können und wollen, weil es sie krank macht. Sie machen sich auf den Weg, vielleicht erst zögerlich, aber dann mit immer mehr Entschlossenheit. Zuerst zu sich selbst und dann in die Welt. Diese Menschen leben irgendwann ihr wirkliches Potential und sie sind in der Regel eine Bereicherung für alle.

 

Wir sind ausnahmslos alle selbst für unsere Leben und das, was wir daraus machen, verantwortlich. Es ist eine großartige Chance, der zu werden, der wir wirklich sind. Nicht irgendein Abziehbild eines anderen, kein Imitat irgendwelcher Größen, die man uns als Vorbild präsentiert. Andere können uns inspirieren, ja, aber wir sind gefordert, unseren eigenen Weg zu finden. Die Gabe dazu haben wir mit unserer Geburt erhalten. Legen wir sie frei. Denn die Entwicklung geht weiter, auch über unser eigenes Leben hinaus.

 

Ich unterstütze Sie gern auf Ihrem Weg, als Begleiter für eine bestimmte Strecke eines gemeinsamen Weges, empathisch, erfahren, inspirierend, provozierend.

 

Nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf. Nur Mut!

 

 

 

29. April 2019

 

Sprachlosigkeit trotz multidimensionaler Kommunikation?

 

Obwohl wir in Zeiten äußerst vielfältiger Kommunikationsmöglichkeiten leben, scheint unsere Fähigkeit, wirklich miteinander zu kommunizieren, abzunehmen. Dies wird mindestens immer dann deutlich, wenn es zu Meinungsunterschieden kommt. Ich habe häufig die Erfahrung gemacht und mache sie auch noch, dass die Kommunikation dann reduziert, wenn nicht ganz eingestellt wird. So wird wirkliche Auseinandersetzung und Entwicklung blockiert und verhindert.

 

Wir dürfen offenbar wieder lernen, Kontakte trotz Meinungsunterschieden aufrecht zu erhalten, in Verbindung zu bleiben und durch einen gemeinsamen Entwicklungsprozess zu gehen, der zu gegenseitiger Achtung, Respekt und Wertschätzung führt, trotz unterschiedlicher Auffassungen. Diese Begriffe sind sehr aktuell und sie werden häufig verwendet. Aber werden sie auch wirklich gelebt? Es besteht auf jeden Fall der Wunsch danach, nur an der Umsetzung fehlt es häufig.

 

Eine Ursache dafür mag darin liegen, dass wir zu wenig gelernt haben, uns wirklich auf Konflikte einzulassen, sie zu benennen und daraus einen Weg aufeinander zu zu entwickeln. Dahinter steckt möglicherweise die Angst vor Verletzung. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden, weil es schmerzhaft ist. Eher werden Kontakte abgebrochen. Dieses Vermeidungsverhalten bindet jedoch Energie, die dann nicht mehr fließen kann. Und es schafft Mauern, Abgrenzung, die zur eigenen Verteidigung aufrecht erhalten werden muss, was wiederum Energie bindet. Diese Energie fehlt uns dann für unsere Lebensfreude.

 

Wir können nicht gut mit vermeintlicher Ablehnung umgehen. Das müssen wir aber lernen, wenn wir uns einem Konflikt wirklich stellen wollen und eine für beide Seiten befriedigende Lösung anstreben. 

 

Daraus ergibt sich konsequenterweise, dass wir wieder in Kontakt gehen müssen, um unsere Lebensenergie in Bewegung zu halten. Kontakt zu uns selbst und unseren Bedürfnissen und Kontakt zu unserem Gegenüber. Wir laufen sonst Gefahr, in unseren selbst geschaffenen Mauern immer mehr zu erstarren und vielleicht einen anderen Ausgleich dafür zu suchen. Das führt zu Verdrängung und vielleicht auch zu Ersatzbefriedigung. Es wird uns jedenfalls auf Dauer nicht glücklich machen.

 

Der Weg zu befriedigenden Beziehungen, zu Zufriedenheit und zum Glücklichsein, führt über Offenheit, für sich selbst und für sein Gegenüber. Auseinandersetzung ist gut, auch mit dem Austausch unterschiedlicher Meinungen und Standpunkte. Aber nur mit Offenheit ist Entwicklung möglich. Und dafür sind wir schließlich hier.